Patienteninformation

1. Was ist ein Krebsregister?

In seinen Unterlagen erfasst Ihr behandelnder Arzt alle Daten zu Ihrer Erkrankung.

Handelt es sich dabei um eine Tumorerkrankung, ist Ihr Arzt gesetzlich verpflichtet, diese Erkrankung an das zuständige Gemeinsame Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen (GKR) zu melden. Diese Meldepflicht ist im Staatsvertrag sowie im Sächsischen Krebsregistergesetz verankert.

Das GKR ist ein Epidemiologisches Krebsregister. Ihre Daten zur Diagnose und Erstbehandlung werden dort anonymisiert und in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet.

Ziel ist es, wichtige Informationen über die Ursachen und die Verbreitung der verschiedenen Krebserkrankungen zu gewinnen. Es werden Häufigkeit und Sterblichkeit der einzelnen Krebserkrankungen berechnet.

Im Unterschied dazu werden in den Klinischen Krebsregistern (KKR), die in Sachsen an den regionalen Tumorzentren eingerichtet sind, neben den o. g. epidemiologischen Daten zusätzliche Angaben zur Diagnose und zum weiteren Verlauf der Krebserkrankung (Nachbehandlungen, eventuelle Rückfälle oder das Fortschreiten) personenbezogen erfasst. Eine Auswertung erfolgt dann natürlich anonym. Zur Übermittlung dieser Daten durch Ihren Arzt an das KKR ist Ihr Einverständnis als Patient erforderlich.

2. Warum sollte ich zustimmen?

Durch Ihre Einwilligung zur Speicherung Ihrer Erkrankungsdaten im für Ihren Wohnort zuständigen Klinischen Krebsregister leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung von Krebserkrankungen und zur Qualitätssicherung bei der Behandlung.

Bei einer vollständigen und möglichst vollzähligen Erfassung ist es möglich, Aussagen zur Qualität der Versorgung in einer Region zu treffen und den behandelnden Einrichtungen Daten zur Beurteilung der eigenen Behandlungsergebnisse im Vergleich mit anderen zu liefern.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der weiteren Verbesserung der Behandlumg und Betreuung von Tumorpatienten und damit auch Ihnen selbst.

3. Welche Rechte habe ich?

Die Meldung der Tumorerkrankung an das GKR in Berlin ist in Sachsen gesetzlich vorgeschrieben. Dagegen haben Sie kein Widerspruchsrecht.

Für die Speicherung Ihrer Daten im Regionalen Klinischen Krebsregister Dresden ist Ihre Einwilligung erforderlich. Diese wird vom behandelnden Arzt in Ihren Unterlagen aufbewahrt. Eine erteilte Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen. Dazu genügt es, Ihren Arzt zu informieren oder sich direkt an das Tumorzentrum oder Krebsregister zu wenden.

Sie haben ein Recht auf Auskunft darüber, ob und welche Daten zu Ihrer Erkrankung dem Klinischen Krebsregister gemeldet wurden. Die Einsicht in diese Daten kann aber nur über Ihren behandelnden Arzt erfolgen. Bitte wenden Sie sich an ihn, wenn Sie dieses Auskunftsrecht wahrnehmen möchten.

4. Wie ist der Schutz meiner Daten gesichert?

Die Angaben zu Ihrer Krankheit werden im Klinischen Krebsregister personenbezogen erfasst. Dies ist erforderlich, da wir den gesamten Verlauf registrieren und alle eingehenden Meldungen korrekt zuordnen müssen. Diese Daten sind nur den an Ihrer Behandlung beteiligten Ärzten zugänglich, d.h. nur Ihr behandelnder Arzt kann diese Daten im Klinischen Krebsregister anfordern, wenn er sie benötigt.

Die Daten unterliegen auch im Krebsregister der ärztlichen Schweigepflicht, dem Zeugnisverweigerungsrecht und dem Schutz vor Beschlagnahme sowie den datenschutzrechtlichen Bestimmungen in Sachsen.

Ihre registrierten Daten sind im Register zuverlässig vor einem Zugriff Dritter geschützt.

Für Auswertungen und wissenschaftliche Forschungszwecke werden sie nur in anonymisierter Form genutzt. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse lässt keinen Rückschluss auf Ihre Person zu.

Sollten Sie noch Fragen dazu haben, können Sie sich gern an unser Krebsregister wenden.