Info zu neuen Melde- und Vergütungsregelungen

Im Jahr 2013 wurde vom Deutschen Bundestag das Krebsfrüherkennungs- und –registergesetz (KFRG) verabschiedet. Dieses wird gegenwärtig in den einzelnen Bundesländern auf die jeweilige Gesetzgebung angepasst.

Die konkrete Umsetzung in Sachsen ist aktuell für Mitte 2016 avisiert. Allerdings wurde von den Krankenkassen der Beginn der Finanzierung der Regionalen Klinischen Krebsregister über die Fallpauschale schon ab Januar 2016 vorgesehen. Diese muss vom Register einzeln mit den zuständigen Krankenkassen abgerechnet werden. Das heißt, dass es zur Vorbereitung der neuen Abrechnungsmodalitäten künftig zwingend erforderlich ist, die Krankenkasse des Patienten einschl. Kassen-Nummer (IK-Nr.) und die Mitglieds- bzw. Versichertennummer bei jeder Meldung anzugeben. Diese Erweiterung der Patientenstammdaten ist bereits im Bundesanzeiger veröffentlicht (ADT/GEKID-Basisdatensatz) und somit gesetzlich vorgegeben. Wir müssen daher, beginnend mit Ihrer nächsten Meldung, diese zusätzlichen Daten von Ihnen erhalten.

Zur Vermeidung umfänglicher Nachfragen und aufwendiger Nacharbeiten ist es notwendig, dass Sie eine Möglichkeit vorsehen, diese Angaben für jeden Patienten bei Ihrer Meldung mitzuliefern.
Die Übernahme dieser Angaben in das Datenbanksystem des RKKRD über eine bestehende Schnittstelle ist seitens des RKKRD bereits eingerichtet worden. Ihre Informatikabteilung möchte sich bitte dazu mit uns in Verbindung setzen.
Wenn Sie auch bisher schon die Stammdaten einschließlich der Kassendaten von der Chipkarte für den Meldebogen übernommen haben, müssen Sie nichts weiter veranlassen.
Falls Sie per Arztbrief melden, sollten die Angaben bei den Patientenstammdaten ergänzt oder ein entsprechendes Barcode-Etikett aufgeklebt werden.

Die Vergütung Ihrer Meldungen (Aufwandsentschädigung) erfolgt zunächst weiter wie bisher.
Künftig ist vorgesehen, dass diese durch die Krankenkassen nach dem kürzlich veröffentlichten Schiedsspruch vom 24.02.15 (GKV-Spitzenverband) erfolgen soll. Im Rahmen der Umsetzung des KFRG soll damit allerdings erst nach Abschluss der sächsischen Gesetzgebung begonnen werden. Bis dahin gelten die bisherigen Vergütungssätze weiter.

Die Einwilligung des Patienten zur Meldung an das Klinische Krebsregister ist bis zum Inkrafttreten des sächsischen Ausführungsgesetzes weiterhin erforderlich. Über neue gesetzliche Regelungen werden wir Sie zeitnah informieren.

Stand 01.10.15